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Saturday 28 May
Colcatta, India

Goodbye India! Letzte Station Kalkutta Teil 2

Also gingen wir zum Schneider und ließen uns brav vermessen. Leider waren durch die extra Schneiderkosten (die wesentlich höher waren als uns der Sariverkäufer gesagt hatte, ungefähr sechs mal höher…) sowie die Extrakosten für den Rock der zu so einem Sari gehört, die Kosten für unser original indisches Outfit ziemlich angestiegen. Leicht angesäuert, mit ziemlich leichten Geldbeuteln verließen wir die Markthalle wieder. Die geplanten Schmuckkäufe, zur Vervollständigung des Outfits, ließen wir dann sein. Die Gefahr, dass dieser erst von einem Goldschmied hätte zu Recht geklopft werden müssen, war uns dann doch zu groß. Und außerdem, für hässlichen, superkitschigen Goldschmuck wollten wir dann wirklich kein Geld ausgeben. Am nächsten Tag holten wir unsere nun fertigen Saris vom Schneider ab. Ganz schön kurz und eng, so eine Saribluse…naja, wer sehen will, wie wir in indischer Ummantelung anzusehen sind (wir finden es spitze), der muss wohl noch ein Weilchen warten.

Nachdem wir unseren Beutezug durch die Sariläden beendet hatten, ließen wir uns noch ein bisschen durch die geschäftigen Straßen treiben. Irgendwann wurde uns das jedoch zu langweilig, weshalb wir beschlossen, uns den neuen Fluch der Karibik Film anzuschauen. Der Kinosaal war zugegeben etwas seltsam… der Boden bestand aus Straßenasphalt und durch den Saal lief sowohl ein streunender Hund als auch eine Katze. Naja, dafür waren die Sitze bequem. Der Film hat uns dafür nicht vom Hocker gehauen, vermutlich weil wir ihn einfach nicht wirklich verstanden haben. Neben den chaotischen Handlungssträngen, hat es uns vor allem der stark nuschelnde Johnny Depp in der Originalfassung schwer gemacht, dem Film zu folgen. Und außerdem: Zombi-Piraten und Vampir-Meerjungfrauen???

Neben dem Kino haben wir dann endlich auch ein paar billige Fast-Food-Fressalien entdeckt. Der Laden hieß WOW MOMO und verkaufte, ihr werdet es nie erraten… Momos!! In allen Geschmacksrichtungen und Zubereitungsarten. Da entschieden wir uns doch gleich für mehrere Momos (in Sauce, gebraten, vegetarisch, mit Hühnchen…), die wir mit in unser Hotelzimmer nahmen und dort auf unserem Bett verspeisten. Juhu Momoparty! Das war äußerst lecker und bei einem Preis von 1,30 € pro Person eine echte Wohltat für unsere strapazierten Geldbeutel.

Schließlich war es aber so weit: unser Weiterflug nach Thailand stand uns bevor. Da wir einiges an Souvenirs hatten, beschlossen wir, noch vor unserer Abreise ein Packet nach Hause zu schicken. Um Punkt acht Uhr morgens standen wir mit unseren Päckchen vor der indischen Post, wo bereits die „Einnäher“ standen. In Indien werden Päckchen nämlich in Bauwolle eingenäht und mit so einer Art Wachs versiegelt, wozu das allerdings gut sein soll, bleibt uns ein Rätsel. Eine Pappschachtel würde es auch tun… naja, aber dann hätten wahrscheinlich zig Millionen Inder keinen Job mehr. Blöd nur, dass die Postschalter zum Päckchen-Aufgeben in Kalkutta erst ab 10 Uhr besetzt sind. Solange konnten wir aber auf keinen Fall warten, da wir sonst unseren Flug verpasst hätten. Uns wurde dann aber gesagt, dass wir unsere Päckchen problemlos am Flughafen abgeben können. Ja, schön, jetzt wissen wir (wobei wir das schon früher hätten wissen können): traue keinem Inder, vor allem nicht, wenn es um wichtige Informationen geht… denn am Flughafen wurden unsere Päckchen natürlich nicht angenommen. Aber „no problem lady“, denn es gibt ja eine zentrale Poststelle nur ein paar hundert Meter vom Flughafen entfernt. Na gut (wir waren dumm genug, auch dieser Info zu trauen…), also machte sich Iris mit den Päckchen und leicht angenervt auf zur Post. Nach einer hitzigen Debatte mit ein paar unverschämten Rikschafahrern, radelte dann einer der Inder Iris zur Post. In diesem Moment verfluchte Iris sich dafür, eine Fahrradrikscha anstatt ein Taxi genommen zu haben, denn die Post war mehr als nur ein paar hundert Meter entfernt und der Rikschafahrer war ein echter Sonntagsfahrer (zu langsam!!). Inmitten einer schlammigen Baustelle hielt der Fahrer dann an und zeigte auf ein ziemlich leer aussehendes Gebäude. „Post office? Entrance?“, fragte Iris skeptisch. Der Inder nickte und fügte hinzu: “mmhh, bongo“. Äh, bongo? Was soll denn das nun wieder heißen?? „What is bongo?“, hackte Iris nach. Der Inder zeigt nur wieder auf das Gebäude, zog eine Grimasse und meinte wieder: “bongo, bongo!!“. WAAAS?? „I don’t speak Bengali!!! What the f*** is bongo???“ schrie Iris, die angesichts des nicht nach Post aussehenden Gebäudes und des näher rückenden Abfluges leicht hysterisch wurde. Wir wissen immer noch nicht was bongo heißt, aber könnte die indische Kurzversion für „Entschuldigen Sie, das Postbüro wurde vor einem halben Jahr in ein in der Innenstadt gelegenes Gebäude verlegt und in diesem Gebäude werden leider keine Päckchen mehr angenommen“ sein. AAAAHHHHHHRRRRGGGGGG!!!! Völlig entnervt stapfte Iris, zwei schwere Päckchen in der Hand, zurück zu Jule, die am Flughafen auf das Gepäck aufgepasst hatte. So ein verdammter Mist! Jetzt mussten wir Wohl oder Übel unsere Souvenir-Päckchen in unsere Rücksäcke stopfen und mit nach Thailand nehmen. Obwohl uns die Sache wieder wahnsinnig viel Stress gemacht hatte, verrauchte unser Ärger relativ schnell. Wir konnten nun nichts mehr daran ändern und wir wollten Indien vermutlich auch nicht mit einer so negativen Aura, wie man es wohl in Guru-Esotherik-Kreisen nennen würde, verlassen. Denn wir hatten eine schöne Zeit in Indien, mit vielen netten Begegnungen und vielen Abenteuern, die wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Nun denn, auf Wiedersehn Indien (nicht so schnell, aber irgendwann auf jeden Fall…;), war schön mit dir, aber für uns geht es nun auf zu neuen Ufern: THAILAND, WIR KOMMEN!!!!

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