Thursday 11 Jun 2009
Cordoba, Argentina
Die letzten Meter!
Hola amigos!
So, das war´s dann wohl. In ziemlich genau 25h besteigen wir zwei Huebschen das Flugzeug, welches uns Richtung Heimat bringen soll. Hinter uns liegen knapp 10 Monate auf diesem tollen Kontinent, in den wir uns spaetestens waehrend der Reise am Ende endgueltig verliebt haben.
Diese Reise hat uns von Bariloche im Sueden Argentiniens bis nach Quito in Ecuador gefuehrt. Bevor irgendjemand auf die Idee kommt, die Frage zu stellen "Und, was hat euch am besten gefallen?", hier die Antwort: keine Ahnung! Auf seine Art war alles schoen. Bis zum Inkatrail haben wir ja Bericht erstattet. Den haben wir - wie ihr an diesem Eintrag und den Fotos feststellen koennt - unbeschadet ueberlebt. Oder sagen wir besser einfach nur "ueberlebt". War schon heftig, gerade der Aufstieg am 2. Tag und der Abstieg am 3. Aber selbst Lena mit ihrem Asthma hat es gemeistert. Und ausserdem Leute, die selbst wenn wir beiden unsere Jaehrchen an Lebenserfahrung addieren wuerden noch ein paar mehr auf dem Buckel haetten. Eine Englaenderin Ende 60 hat Eva immer wieder getroffen und diese konnte sich herrlich an Evas, sagen wir "leicht-ins-Roetlich-gehenden" Gesichtsfarbe als Ansporn erfreuen...
Als wir also dann am 4. Tag endlich die Ruinen erreicht hatten, waren wir doch recht froh darueber. Aber gleichzeitig ist uns klar geworden, wie sehr sich diese Wanderung gelohnt hat. Morgens um 6 vom Sonnentor aus auf Machu Picchu zu gucken, ist einfach wunderschoen und entschaedigt fuer alles. Vor allem, wenn man dann um 11h die Touristenhorden aus den Bussen purzeln sieht und sich freut, dass man selbst mit der Besichtigungstour schon fertig ist. :)
Nach 2 Tagen zur Erholung in Cusco gings dann weiter nach Lima zu Silvin. Leider wollten die Minenarbeiter nicht so wie wir wollten (bzw. wie die peruanische Regierung will) und deswegen sassen wir einen Tag wegen Strassenblockaden in Nasca fest. Waer alles nur halb so schlimm gewesen, wenn Lena dem leider schon abgelaufenen Lucuma-Drinkjoghurt widerstanden haette. Hat unser Schlemmermaeulchen aber nicht und dementsprechend schlecht ging es ihr diesen Tag ueber. Zuguterletzt sind wir dann aber doch noch bis zur peruanischen Hauptstadt vorgedrungen und hatten da ein paar tolle Tage mit Silvin und seinen Mitbewohnern.
Von Lima gings weiter nach Quito. Dort sind wir allerdings nur 2 Tage geblieben, weil wir einfach "reisemuede" waren. Immer wieder lange Busfahrten, sich immer wieder neu zurecht finden muessen - hatten wir irgendwie keine Lust mehr zu. Und deswegen gings dann fuer 10 Tag an den Strand, erst in Ecuador, dann in Peru. War wunderschoen, wirklich! Einfach das Klischeebild eines Strandurlaubs: tagsueber faulenzen an einem traumhaften Sandstrand, abends Cocktails oder Fruchtsaefte in Haengematten schluerfen... Ja, dabei haben wir uns ganz gut von saemtlichen Reisestrapazen erholen koennen. :)
Leider ging die Reisezeit dann viel zu schnell zu Ende und nach diversen aetzenden Busfahrten und einer viel zu kostspieligen Shoppingtour in La Paz sind wir nun wieder wohlbehalten in Cordoba angekommen.
Hier wohnen wir bei einem Freund in einer chaotischen Kuenstler-WG und geniessen die letzten Tage Suedamerika. Nachher werden wir das vorerst letzte Asado essen - das gute argentinische Fleisch fehlt uns jetzt schon, vom Wein mal ganz zu schweigen. Aber wir freuen uns natuerlich auch darauf, euch alle wiederzusehen und einfach wieder nach Hause zu kommen: unsere Betten ohne fremde Haare, eine Dusche, die bestimmt auch warm ist, wenn man das will, und natuerlich leckeres Essen von Mama! :)
In diesem Sinne bis bald in good old Germany!
Lena und Eva