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Tuesday 19 Jul
Uluwatu, Indonesia

Alles hat ein Ende... Teil 2

...

Mit knappen finanziellen Ressourcen haben wir es geschafft, drei Monate lang durch fünf verschiedene Länder zu reisen - mit den Verkehrsmitteln, die auch den Einheimischen zur Verfügung stehen. Und jetzt, wo unsere Hintern nicht mehr wund sind, finden wir, dass das eigentlich einen riesen Spaß gemacht hat und ja gerade das besondere an so einer Reise ist. Man lernt die Länder, durch die man reist, und ihre Bewohner wirklich kennen, selbst dann noch, wenn man sich meistens auf ausgetretenen Touristenpfaden befindet. Aber als Backpacker sieht man im Gegensatz zu Pauschaltouristen eben nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die schlechten Seiten eines Landes. Vor allem in Indien mussten wir uns mit extremer Armut, sozialer Ungerechtigkeit, Krankheiten, Kriminalität und anderen unangenehmen Dingen auseinandersetzen. Aber so ist es nun mal, das ist Indien. Und es war uns wichtig auf dieser Reise auch das zu sehen.

Uns wird unsere Asienreise mit all den schönen und auch den weniger erfreulichen Erfahrungen immer in Erinnerung bleiben. Wir waren an so vielen Orten und wir haben so viele verschiedene Dinge erlebt, dass es uns manchmal schwer fällt, zu glauben, dass wir das wirklich gemacht haben. Der grobe Plan, den wir uns schon vor der Reise ausgedacht hatten, kam uns damals geradezu aberwitzig vor. Würden wir wirklich durch dieses riesige Land Indien reisen? Und dann nach Nepal? Kathmandu? Nach Bangkok, Kuala Lumpur und Bali? All diese Orte kamen uns unwirklich vor, bis vor drei Monaten waren es ja nur Punkte auf der Landkarte, von denen wir keine wirkliche Vorstellung hatten. Nun, wo wir da waren, kommen sie uns erstaunlicherweise nicht weniger unwirklich vor. Waren wir wirklich dort? Haben wir all diese außergewöhnlichen Dinge wirklich erlebt? Kaum zu fassen. Aber wir werden nie vergessen, wie es war, in Mumbai zum ersten Mal indischen Boden zu betreten. Wie es war, in einem Bollywood-Musikvideo mit zu tanzen und in der Wüste auf einem schwankenden Kamel zu reiten. Wie es war im Morgengrauen vor dem berühmtesten Grabmal der Welt, dem Taj Mahal, zu stehen, um eine Stupa zu laufen und Gebetsmühlen zu drehen und von einem weißen Paradiesstrand auf einer thailändischen Insel aus auf die endlose Andamanensee zu blicken. Wir werden noch oft an den Anblick der aufgehenden Sonne über den höchsten Bergen der Welt denken, oder an den fantastischen Sonnenuntergang auf der indonesischen Insel Gili Trawangan. Wir werden uns an das Gefühl erinnern, das wir hatten, als beim Schnorcheln vor der malayischen Insel Perenthian vier Riffhaie unter uns kreisten. Das Gefühl, in eine neue Großstadt zu kommen und diese zu "entdecken". Und das Gefühl, das wir hatten, als wir tausende Gläubige beim Baden im Ganges beobachteten, in einer Stadt, in der man die tausende Jahre alte Religion des Hinduismus geradezu einatmen kann. Uns werden die Gerüche im Gedächtnis bleiben, von den Gewürzen auf den Märkten, den exotischen Früchten, vom salzigen Meer, vom feuchten Urwald, von frisch gebrühtem Spitzen-Tee, von köstlichen Thai-Currys, und ja, leider auch von schwitzenden Menschen (u.a. wir selbst) und dreckigen Toiletten. Wir werden nie die vielen Menschen vergessen, die uns auf unserer Reise begegnet sind und die uns so viel Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Herzlichkeit entgegengebracht haben. Und schließlich und endlich werden wir nie vergessen, was wir auf dieser Reise über uns selbst gelernt haben. Wir sind an unsere Grenzen gegangen und haben festgestellt, dass wir zäher, souveräner und stärker sind, als wir dachten. Dass viele Dinge, die wir vorher für unverzichtbar hielten, unwichtig sind. Und welche Dinge im Leben wirklich zählen. Das hört sich jetzt blöderweise sehr esoterisch an, aber so eine Rucksackreise eröffnet einem nunmal eine neue Sicht auf die Welt und sich selbst...

Leider ist es sehr schwer mit Worten zu beschreiben, wie es war, diese fremdartigen Länder und Kulturen zu entdecken. Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Blog einigermaßen vermitteln konnten, was wir erlebt haben und dass ihr Freude daran hattet, unsere Einträge zu lesen. Es war uns sehr wichtig, all unsere Erlebnisse mit euch zu teilen. Wir müssen euch jetzt enttäuschen: wir hatten nie wirklich Heimweh. Aber wir haben oft an euch gedacht. Und in diesem Sinne wagen wir zu behaupten, dass auch ihr, allerliebste Freunde und allerliebste Familie, an dieser Reise teilgenommen habt. Ihr wart in jedem Augenblick bei uns :)

Ihr dürft euch auf jeden Fall schon auf die nächste Reise freuen. Wir wissen zwar noch nicht wann, wohin (oder mit welchem Geld), aber ihr wisst ja: einmal Globetrotter, immer Globetrotter ;)

Iris & Jule

1 Comment for this Travel blog entry

Lothar Kittel Says:

25 July

Liebe Iris, Liebe Julia!
Ich kann euch nur zustimmen, in allem was ihr als Resümee eurer fantastischen Reise hier zum Schluss niedergelegt habt, besonders den Teil, dass wir immer mit euch zusammen auf eurer Reise waren!

Asienreise 2011

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